Das liegt auf der Hand

Das liegt auf der Hand

Die Hand

 

Die Kombination aus Handwurzel, Mittelhand und fünf Fingern, versehen mit zahlreichen Muskeln, Sehnen und Nerven, bilden unser Greifwerkzeug – unsere Hand. Insgesamt besteht sie auf 27 verschiedenen Knochen. Neben der Arthrose, dem Gelenkverschleiß, der durch Gelenkschmerzen in den Fingern auf sich aufmerksam macht, sind es vor allem die Sehnen und Nerven, die zu Problemen führen können.

Weit verbreitet ist das Karpaltunnelsyndrom, bei dem eine Verengung zu hohen Druck auf den Nerv medianus, der für die Beugung und Drehung der Hand verantwortlich ist, verursacht. Schmerzen, die in den gesamten Arm ausstrahlen können, treten zunächst nachts auf. Die Muskeln der Hand werden geschwächt und es kommt zu Taubheitsgefühl und Lähmungserscheinungen. Die Erkrankung geht meist mit einer Sehnenscheidenentzündung einher, allerdings können auch hormonelle Veränderungen wie Schwangerschaft oder auch eine unübliche Bewegung der Auslöser sein. Wenn Schienen oder Verbände keine Entlastung bringen, setzen wir neben entzündungshemmenden Medikamenten auch Kälte- und Wärmetherapie zur Behandlung ein.

Weniger schmerzhaft aber dennoch unangenehm ist die Sehnengleitstörung, die auch als Schnellender Finger bekannt ist. Wenn die Beugesehne eines Fingers verdickt ist, kann sie nicht mehr durch das vorgesehene Ringband rutschen – der Finger schnappt beim Beugen ruckartig nach innen und kann anschließend nicht mehr ohne Hilfe gestreckt werden. Mit einem mikrochirurgischem Eingriff sorgen wir dafür, dass die Sehne wieder ohne Widerstand durch das Ringband rutschen kann.